Wie Sie den Sockelbereich am Altbau von innen dämmen

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Wie Sie den Sockelbereich am Altbau von innen dämmen

Bevor Sie im Sockelbereich eines Altbaus von innen dämmen, müssen Sie den Aufbau des Bodens und der Wand verstehen. Feuchtigkeit ist hier der kritische Punkt: Steigt Grundfeuchte kapillar in die Wand, drückt sie bei innenliegender Dämmung nach innen und kann Schimmel verursachen. Prüfen Sie deshalb zuerst den Außenbereich, ob eine horizontale Sperrbahn vorhanden ist, und ob der Sockel außen gegen Spritzwasser geschützt ist. Nur wenn die Wand trocken ist, dürfen Sie dämmen. Ist sie es nicht, sperren Sie mit einer Innendämmung die Feuchtigkeit ein, statt sie abzuleiten. Eine Sanierung der Horizontalsperre oder eine außenliegende Drainage muss vor der Dämmung erfolgen. Erst dann können Sie im Bereich des Sockels wärmebrücken isolieren, ohne Bauschäden zu riskieren.

Für den eigentlichen Aufbau eignen sich im Sockelbereich kapillaraktive Dämmstoffe,  https://wohnrepo.de/ , Kalziumsilikat oder Holzfaserdämmplatten. Diese Materialien können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Kleben Sie die Platten vollflächig mit einem mineralischen Kleber auf den Untergrund, der zuvor gereinigt und grundiert wurde. Verzichten Sie auf eine Dampfsperre, denn im Sockelbereich muss die Konstruktion nach innen diffusionsoffen bleiben. Eine feuchtevariable Dampfbremse kann im oberen Anschlussbereich sinnvoll sein, im Sockel selbst ist sie meist ungeeignet. Verputzen Sie die Dämmung mit einem mineralischen Armierungsputz und Gewebe. Der Übergang zum darüberliegenden Wandbereich ist besonders heikel: Dort endet die Dämmung, und genau an dieser Kante wollen Sie wärmebrücken isolieren, indem Sie die Dämmstärke stufenweise reduzieren oder einen Überlappungsstreifen einplanen.

Achten Sie auf die Anschlüsse an Fußboden, Türzargen und angrenzende Bauteile. Im Sockelbereich liegt oft die Fußbodenkonstruktion an der Außenwand an. Hier sollte die Dämmung bis unter den Estrich reichen, damit keine Kältebrücke entsteht. Wenn Sie den Fußboden ohnehin erneuern, dämmen Sie die Randfuge mit einem streifenförmigen Dämmstoff und verkleben Sie die Stoßkanten luftdicht. Auch Rohrleitungen, die im Sockel verlaufen, sind Schwachstellen: Umwickeln Sie diese mit einer geschlossenzelligen Dämmung, um wärmebrücken zu isolieren. Kontrollieren Sie nach dem Einbau die Oberflächentemperatur an kritischen Punkten mit einem Infrarotthermometer. Bleibt die Oberfläche deutlich kälter als die Raumluft, ist die Dämmung unvollständig. Sorgen Sie zudem für eine funktionierende Heizung und regelmäßiges Lüften, damit Feuchtigkeit abgeführt wird. Nur so bleibt der Sockel trocken und die Dämmung dauerhaft wirksam.