Trockenbau montage - Wie Sie Metallständerwände im Altbau gerade und lasttragend aufbauen

· 2 min read
Trockenbau montage - Wie Sie Metallständerwände im Altbau gerade und lasttragend aufbauen

dieser Ratgeber  an eine trockenbau montage von Metallständerwänden wagt, steht oft vor zwei Herausforderungen: historisch bedingte Unebenheiten und eine Decke, die nicht zwangsläufig lotrecht ist. Beginnen Sie daher immer mit einer präzisen Grundriss-Anzeichnung auf Boden und Decke, wobei Sie eine Richtlatte und eine Wasserwaage nutzen. Messen Sie an mehreren Stellen den Abstand zwischen Boden und Decke; nur so erkennen Sie, ob Sie die Profile zuschneiden müssen. Entscheidend ist die Reihenfolge: Zuerst montieren Sie die Boden- und Deckenprofile (UAW-Profil) mit geeigneten Dübeln, wobei Sie eine Trittschalldämmung unterlegen, um Körperschall zu vermeiden. Bei schiefen Altbaudecken hilft es, das Deckenprofil nicht komplett zu fixieren, sondern es erst nach dem Einhängen der Ständerprofile exakt auszurichten – so gleichen Sie Höhendifferenzen von mehreren Millimetern aus, ohne die Statik zu gefährden. Vergessen Sie nicht, die Anschlussprofile an den Wänden mit einer elastischen Fugenmasse zu hinterlegen, damit Spannungen aus dem Altbau nicht auf die neue Wand übertragen werden.

Für die Lasttragfähigkeit ist die Wahl und der Abstand der Ständerprofile (CW-Profile) entscheidend. Als Faustregel gilt: Bei einer Wandhöhe bis 2,60 Meter genügt ein Raster von 62,5 Zentimetern, aber wenn Sie schwere Lasten wie Hängeschränke oder Waschbecken aufnehmen möchten, reduzieren Sie den Abstand auf 41,5 Zentimeter oder verwenden Sie zusätzlich verstärkte Profile mit stärkerer Blechstärke. Ordnen Sie die Ständer so an, dass sie exakt zwischen Boden- und Deckenprofil einrasten; die offenen Seiten aller Profile müssen in dieselbe Richtung zeigen, damit die Beplankung später bündig aufliegt. Vor dem Verschrauben spannen Sie eine Schnur als Fluchtlinie entlang der Profilkante – so erkennen Sie sofort, ob einzelne Ständer nach vorne oder hinten abweichen. Korrigieren Sie dies mit Unterlegplättchen aus Hartfaser, die Sie zwischen Ständer und Beplankung setzen. Wichtig: Jeder Ständer wird oben und unten mit zwei Blechschrauben fixiert, niemals nur einseitig, und bei Öffnungen für Türen verstärken Sie die seitlichen Profile mit Holzbalken oder C-Profilen, die Sie zusätzlich mit dem Boden und der Decke verbinden.

Die eigentliche tragende Wirkung entsteht jedoch erst durch die Beplankung, die Sie diagonal und versetzt anbringen. Bei einer trockenbau montage im Altbau sollten Sie doppelt beplanken, also zwei Lagen Gipskartonplatten mit versetzten Stößen, denn dies erhöht die Stabilität um ein Vielfaches und verhindert Risse an den Fugen. Schrauben Sie die erste Lage mit einer Länge von 25 Millimetern, die zweite mit 35 Millimetern; achten Sie darauf, dass die Schraubenköpfe bündig einsinken, aber das Papier nicht durchstoßen. Die erste Plattenlage können Sie quer zu den Ständern montieren, die zweite längs – das bindet die Konstruktion zusammen. Ein häufiger Fehler ist, die Ständer vor der Beplankung zu stark zu belasten; arbeiten Sie daher immer von links nach rechts und von unten nach oben. Nach dem Verschrauben aller Platten prüfen Sie mit einer langen Richtschnur, ob die Wand an keiner Stelle mehr als zwei Millimeter abweicht. Abschließend füllen Sie die Fugen mit Bewehrungsstreifen und Spachtelmasse, doch für die Lastaufnahme ist es entscheidend, dass alle Schrauben fest sitzen und keine Platte lose ist. Wenn Sie diese Schritte einhalten, erhalten Sie eine stabile Metallständerwand, die auch in einem schiefen Altbau über Jahre hinweg gerade bleibt und schwere Lasten sicher trägt.